"Bleibt alles anders" unter diesem Thema haben vor den Sommerferien einen Gottesdienst gefeiert. Seit einigen Jahren ist dieser gemeinsame Gottesdienst am Ende des Schuljahres mit der Gesamtkirchengemeinde und dem Stadtjugendwerk Calw eine guter Brauch. Hier senden wir die Mitarbeitenden der Sommerangebote aus und feiern anschließend Sommerfest im Hüttle. Dieses Jahr kein Sommerfest, kein Steak nach dem Gottesdienst, keine Aussendung. Dafür sind wir im Kloster Hirsau mit einer großen Band und viele Besucher lassen sich einladen - vieles ist anders und trotzdem gut. Jetzt sitze ich an meinem Schreibtisch und nütze die Ruhe der Ferien um für den Rundbrief vorzuarbeiten. Für mich ist das damalige Motto "bleibt alles anders" greifbarer und reeler als Ende Juli. Für viele von uns waren die Sommerferien, in Bezug auf Corona, ein Meilenstein in den weiteren Planungen und Über-legungen. Man lebte lange in der Hoffnung, dass wir nach den Ferien wieder "Normalität" haben. Nun bekommen wir wieder jeden Tag neue Reisehinweise, Infos zu Massnahmen wie mehr Schulbusse durch das Land um zumindest grundlegende Abläufe, wie Schule zu ermöglichen. Bleibt alles anders? Bis ihr den Rundbrief in den Händen haltet hat sich sicher noch mal einiges verändert. Manche Fragen in Bezug auf den Schulstart, dem Studiensemester und den wöchentlichen Gruppenstunden in den Kirchengemeinden vielleicht beantwortet sein. Wird alles anders? Dies ist vielleicht auch eine Frage, die Euch in Bezug auf das Jugendwerk umtreibt. In den Sommerferien ist dieses Mal nicht nur der übliche Stellenwechsel bei den FSJlern, sondern auch auf der geschäftsführenden Stelle. Mein Wechsel ist sicher ein Umbruch. Eine Vakanz zeichnet sich ab und es wird anders werden. Wie lange wird diese Phase dauern und welche Änderungen bringt die Neubesetzung mit sich? Sicher ist es wird anders, aber es bedeutet nicht, dass es automatisch schlecht wird. 
Ich möchte Euch nochmal an den Gottesdienst zu Beginn erinnern, ja er war anders aber er war gut! In all diesern Ver-änderungen und den Ungewissheit neigen wir Menschen dazu, den Verlust zu beklagen als die Chancen zu sehen. Ich bin ich froh und dankbar, dass auf Gott in aller Veränder-ung und Ungewissheit Verlass ist. "Bleibt alles anders" trifft auf ihn nicht zu. Zu Gottes Wesenszügen gehören Treue, Beständigkeit und Menschenliebe. Nur zwei seiner Zusagen, die uns in diesen Zeit mit aller Ungewissheit Mut und Zuversicht geben. "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!" aus Jesaja 41,10 und "Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren." aus dem 2. Thessalonicherbrief 3,3. Diese Verse gelten heute, morgen und übermorgen. Sie haben Bestand auch wenn wir das Gefühl haben - um uns herum verändert sich alles.

 

Markus Buck

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