..... ab Freitag, 20. März gibt es jeden Dienstag & Freitag an dieser Stelle bis zum Ende der Osterferien einen Impulus über Gott und das Leben.

Allerdings NICHT zwischen 4. bis 10. April. In diesem Zeitraum findet Ihr jeden Tag eine Station des Kreuzwegs unter X-Weg.

 

Impulse

Vor etwa einem Jahr erzählte ich die Ostergeschichte in der Kinderstunde. Und kurz nachdem ich versucht hatte zu erklären, warum Jesus an Ostern sterben musste, was in der Kinderstunde gar nicht so leicht ist, meldete sich ein 5-jähriger, durchaus frecher Junge und sagte vor versammelter Mannschaft: „Am liebsten würde ich Jesus mal richtig boxen!“ Total entgeistert habe ich nachgefragt. Seine Antwort lautete: „Es ist dumm für uns Menschen zu sterben, Jesus ist dumm!“

Seine Antwort war natürlich so nicht ganz richtig. Aber dieser Junge hatte verstanden, dass Jesus nicht hätte sterben müssen. Die Bibel spricht allerdings nicht von Dummheit, sondern von Liebe. Von bedingungsloser Liebe! Einer Liebe, die uns Menschen schwerfällt, denn viel zu schnell stellen wir uns die Frage: „Was habe ich denn davon…?“. Jesus hingegen konnte und kann bedingungslos lieben.

In einer Woche feiern wir Ostern. Doch dieses Jahr ist alles ganz anders. In diesem Jahr kann ich den Kindern meiner Kinderstunde, die Ostergeschichte nicht erzählen, es finden nicht einmal Ostergottesdienste statt. Zumindest nicht in der Art und Weise, wie wir es gewohnt sind. Es passieren in unserer Welt gerade so ungewöhnliche und neue Dinge, dass so ein Osterfest ganz schnell unwichtig erscheint und in den Hintergrund gerät. Und dennoch ist an Ostern etwas so Großartiges passiert, dass es das wert ist, daran zu denken und zu feiern.  Auch wenn dir vielleicht momentan so gar nicht nach feiern zumute ist und dir die momentane Situation, Angst und Sorgen bereitet, möchte ich dich ermutigen, Ostern zu feiern. Schau nicht auf das, was dich daran hindert, sondern schau auf das Ostergeschehen, auf einen Akt bedingungsloser Liebe, eine Liebe, die sogar den Tod überwunden hat. Schau hin zu dem, der am Kreuz für dich gestorben und am dritten Tage auferstanden ist, damit du in Ewigkeit mit Gott leben kannst.

„Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. (NGÜ Johannes 3,16)

03.04.2020

_________________________________________________________________________________________________________________________________________

Siegesgewissheit, Akt der Verzweiflung oder Harakiri – aus welchem Antrieb geht ein Spieler beim Poker „all in“?

„All in“ bedeutet, der Spieler setzt ALLES auf seine Karten. Zahlt sich der Spielzug aus, gewinnt man alles was an Einsatz auf dem Tisch liegt. Mit schlechten Karten ist das Spiel beendet. Wenn nur Jetons und Spielchips im Einsatz sind, sind die Auswirkungen überschaubar. Im schlimmsten Fall ist das Spiel am Pokertisch beendet und man schaut den Mitspielern zu. Wird aus den Jetons Geld, fällt die Entscheidung deutlich schwerer „all in“ zu gehen. Doch nicht nur am Spieltisch, sondern auch im realen Leben gibt es Entscheidungen, die sich wie „all in“ anfühlen.

Es kommt leider zu Situationen - ich denke bspw. an krankheitsbedingte OPs, Herausforderungen in Familie und Beruf -, in denen man gezwungen, ist volles Risiko zu gehen. Ein alternativer Weg mit Sicherungsnetz oder Rettungsanker tut sich nicht auf. Es bleibt keine andere Wahl als „all in“.

Doch nicht nur die Beispiele ohne Alternative zum „all in“ sind mir vor Augen. In meinem Leben gibt es genauso Situationen, in denen ich zwischen verschiedenen Wegen und Möglichkeiten wählen kann. Es gibt die Option „all in“, zu gehen oder eben eine Sicherheitsvariante. Wie am Spieltisch fällt die Entscheidung mit der Höhe des Einsatzes leichter oder schwerer.

Auf eines dürfen wir dabei immer vertrauen - egal ob wir uns bewusst für „all in“ entscheiden, den vermeintlich sicheren Weg wählen oder ob „all in“ die einzige Möglichkeit ist – die Zusage aus Matthäus 28,20b „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ steht. Gott ist an unserer Seite, gerade auch dann, wenn es sich anders anfühlt und die Situation aussichtslos erscheint.

Zum Weiterdenken:

Lesetipp: Matthäus 6,19-34

Musiktipp: „All in“ von Johannes Oerding  

31.03.2020

_________________________________________________________________________________________________________________________________________

„Ich will dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. Ich will dir raten und dich behüten.“ ~ Psalm 32,8

Mir ist neulich beim Spazieren gehen mit meinem Vater dieser Psalm eingefallen. Ich finde dieser Psalm passt gut zur momentanen Situation aber auch zu jeder anderen Situation im Leben bei der man sich ins Gedächtnis rufen will, dass man auf dem richtigen Weg, und vor allem nicht alleine ist.

Wenn Gott dich auf einen steinigen Pfad schickt, kannst du dir sicher sein das Er dir immer feste Schuhe gibt. Dieser Satz beschreibt in meinen Augen den Psalm ziemlich gut. Denn wenn man wandern geht ist man immer froh, wenn man Schuhe an hat in den man einen festen Halt hat und die mit einem jede Strecke meistern.

So kannst du auch deine Beziehung zum Vater sehen. Denn egal auf welchen noch so steinigen Weg Er dich führt, Er lässt dich dabei nicht alleine. Er ist das feste Paar Schuhe wo dich über jeden noch so hohen Berg bringt.

Er Persönlich sorgt dafür, dass deine Wege stets aufwärts führen, auch wenn du tiefe Täler und dunkle Schluchten zu durchwandern hast, Gott ist persönlich dein Wegweiser. Und darauf kannst du dich immer verlassen, dass Er dich auf den richtigen Weg führt, dir immer den richtigen Rat gibt und dich bei egal was kommt nie alleine lässt. Und wenn du das mal vergessen solltest und dich auf deinem Weg alleine fühlst, dann denk einfach an diesen Psalm.

27.03.2020

_________________________________________________________________________________________________________________________________________

„und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen“ Psalm 50, 15
Die letzten Tage, ja fast schon Wochen, sind wohl für uns alle etwas Neues. Unser Leben wird in vielerlei Hinsichten eingeschränkt und wir alle stehen vor eigenen und besonderen Herausforderungen. Es kommt jetzt darauf an, dass jeder Einzelne seinen Teil zum Wohlwollen der Gemeinschaft beiträgt.
In dieser Notsituation ist das öffentliche Leben ausgesetzt. Die meisten Geschäfte haben geschlossen. Theater, Kino und ja sogar die Kirche und der Gottesdienst sind ausgesetzt und finden nicht wie gewohnt statt. Eine einmalige Notsituation, die für alle neu ist und die besondere Maßnahmen erfordert. Wer sorgt sich in dieser Zeit um unser persönliches Wohlempfinden?


So erging es wohl auch dem Volk Israel, als sie aus der Herrschaft der ägyptischen Sklaverei befreit wurden und eine lange Wanderung in das versprochene Land machten. Keiner wusste wie es ausgeht, so etwas hatte niemand bisher erlebt und auf wen soll man vertrauen und sich verlassen? Als das Essen knapp wird und das Volk unruhig wird, zeigt sich die Größe Gottes in seiner vollen Pracht. „Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin.“ (2. Mose 16, 13).
Die Allmacht unseres Herrn zeigt sich immer dann, wenn wir in großen Notlagen sind. Er lässt uns nicht im Stich und versorgt uns mit „Nahrung“. Ja, Gottesdienste, Gebetsgemeinschaften oder Hauskreise sind in der aktuellen Lage nicht möglich. Da wird das Gebet, persönliche Bibellesen oder Annahme von zahlreichen anderen Angeboten zum Zentrum unseres christlichen Glaubens. Darin möchte ich Euch bestärken. Lasst Glaube, Gebet und christliches Leben nicht ruhen. Darin liegt Stärke und Rückhalt für diese schwere Zeit.
Wir rufen Gott an in der Not. ER versorgt uns und ist für uns da. Darum preisen wir ihn. In guten und schlechten Zeiten. AMEN.

24.03.2020

__________________________________________________________________________________________________________________________________________

„Ist es aus christlicher Sicht verantwortbar anderen das Klopapier wegzukaufen?“

Vielleicht hast du ein mulmiges Gefühl, wenn du im Supermarkt nur eine Packung Klopapier mitnimmst anstatt 2. „Wir haben nur noch zwei zuhause im Schrank“ –  „Wie lange reicht uns das?“ – „Wann wird es wieder Klopapier geben?“ – vielleicht ist das in diesem Moment tatsächlich ein „Opfer“ für dich, das du bringen musst. ABE

R der Nächste, der noch eins im Regal findet freut sich riesig. Denn wir haben welches und der nächste, der evtl. gar keines mehr daheim hatte, ist auch wieder versorgt.

                                                                                     

Wir Christen leben nach dem Gebot der Nächstenliebe – das heißt auch Dinge zu teilen. Wir schauen nicht nur auf unser Wohlergehen, sondern breiten unseren Blick auch für unsere Mitmenschen aus.

Im ersten Petrusbrief 5,7 steht: Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch! (Schlachter 2000)

 

Dieser Vers zeigt ganz klar: Wenn wir mit Jesus unterwegs sind, dürfen wir auch volles Vertrauen darauf haben, dass wir nie „zu wenig“ haben. Also wird uns auch eine Packung Klopapier reichen, bis es wieder neues gibt. Gott versorgt uns mit dem, was wir brauchen – zu jeder Zeit! PS: auch in Coronatimes

20.03.2020 

© 2016 Evangelisches Jugendwerk Bezirk Calw. All Rights Reserved.